Apr 252014
 

Von Zeit zu Zeit berichte ich hier ja über meine Microstock-Bilder und die Ergebnisse. Heute erreichte mich ein besonderer Hinweis auf die Verwendung eines meiner Bilder. Hier wird natürlich gleichzeitig auch einer der „Nachteile“ der Agenturen deutlich: Die Rückmeldung über einen Verwendungszweck erreicht einen höchst selten.

Diesmal lässt es sich jedoch sehr schön nachvollziehen, welchen Weg das Bild ging.
Vor fast genau 1 Jahr war ich mit ELAN-Fotografie unterwegs zu einer samstäglichen Fototour. Eigentlich wollten wir zum Ammersee, aber das Wetter wurde immer schlechter und so beschlossen wir nach einem kurzen Halt an einer der vielen Lechstaustufen die Tour ab zubrechen. An dieser Lechstaustufe entstand die Aufnahme, da mich solche Treppen, Straßen und Wege, die direkt ins Wasser führen schon immer interessieren. Sie regen irgendwie die Phantasie an, sind irgendwie mit Fabelgeschichten über untergegangene Städte, Unterwasserreichen und ähnlichem verknüpft. (Ja, ich lese auch gerne Fantasy und Science-Fiktion) In den nächsten Tagen bearbeitete ich dei Ausbeute der Fototour und weil mich das Bild immer noch sehr anzog, stellte ich es über eine Stockfotoagentur zum Verkauf ein. Kurz darauf verkaufte ich eine Lizenz der Bildes „Treppe in die Tiefe“ über die Bildagentur Photocase. Ein, vergleichsweise recht ansehnlicher Verkauf der mir immerhin „stolze“ 3,50€ einbrachte.
Heute nun fand ich das Bild wieder, bei Amazon als Buchtitel: Klotz und der Schatz im Silbersee.

Bei dem Roman, mit dem Zusatz „Franken-Krimi“ handelt es sich um den dritten Teil einer mehrteiligen Reihe über den etwas kauzigen Kriminalkomissar Klotz – ein fränkisches Urgestein. Ich habe das Buch bisher noch nicht gelesen, werde das aber sicher bald nachholen, die kurze Zusammenfassung klingt vielversprechend:

„Ein toter Mann in NS-Uniform und die mumifizierte Leiche eines KZ-Häftlings, kurz darauf eine tote Nazi-Braut im Silbersee auf dem Reichsparteitagsgelände. Wer Klotz kennt, weiß, dass er Wege finden wird, diesen rätselhaften Fall aufzuklären.“

Hier noch zum Vergleich das Originalbild, aufgenommen bei einem Fotowalk mit ELAN-Fotografie:

In die Tiefe

Apr 172014
 

Es hat mir natürlich keine Ruhe gelassen, das geht ans Ego und deshalb habe ich nach dem Urlaub, frisch erholt einen weiteren Versuch mit Calvendo gestartet.
Die Landschaft im Naturpark Teide hatte mich so begeistert, dass ich zuhause beim Sichten der Bilder spontan wieder einen Account eröffnet und einen Kalender eingereicht habe.
Nun wurde er tatsächlich bestätigt und deshalb ist der Kalender „Las Canadas del Teide – Faszinierende Vulkanlandschaft im Herzen Teneriffas“ unter anderem auch bei Amazon erhältlich.

Natürlich gibt es auch noch andere Vertriebswege, unter Anderem habe ich auch einen eigenen Kalendershop, über den ich Kalender anbieten kann. Ich bin gespannt, welchen Erfolg der Kalender hat und werde auf jeden Fall wieder davon berichten.

Apr 112014
 

Stegen_IMG_1277Schon lange geistert das Schreckgespenst „Sensordreck“ in meinem Hinterkopf herum. Um den zu vermeiden, habe ich mir so einige Dinge angewöhnt, die angeblich dagegen helfen sollen; Ich zähle sie hier nicht auf – sie haben nämlich nicht geholfen. Was ich allerdings erwähnenswert finde, ist der Hinweis, dass ein Sensor unter Strom sich statisch auflädt und so den Staub anzieht. Man sollte deshalb nie bei eingeschalteter Kamera das Objektiv wechseln, was ich – ich gebe es zu – mehrfach versehentlich getan habe.

Seit einiger Zeit fallen mir meistens bei Langzeitaufnahmen Flecken in den Bildern auf, die ich bisher vor allem dem Filter angelastet habe, der Staub wie magisch anzuziehen scheint.
Dann wurde ich im PSD-Forum darauf aufmerksam gemacht, dass das Sensorschmutz sein könnte.
Das Bild wurde etwas extrem bearbeitet um die Flecken besser sehen zu können)
Ich habe gesucht und gegoogelt und schliesslich folgenden Testaufbau gewählt:

Die Kamera auf ein Stativ, die kleinstmögliche Blendenöffnung und eine passende Belichtungszeit dazu gewählt. Den Autofokus habe ich abgeschalten und auf unendlich fokussiert. Dann habe ich ein leeres Word-Dokument geöffnet und die weisse Fläche vom Monitor abfotografiert.
sensortest_IMG_3893
Nach dem Importieren in Lightroom habe ich eine sehr steile Gradationskurfe eingestellt, den Kontrast stark erhöht und die Helligkeit so lange heruntergeregelt, bis die Übeltäter sichtbar wurden.
Es war gelinde gesagt erschreckend!

Als Erstmaßnahme habe ich über die manuelle Sensorreinigung den Spiegel hochgeklappt und mit dem Blasebalg versucht, den Staub zu entfernen.

Reinigung_IMG_2872 Reinigung_IMG_2870 Reinigung_IMG_2871

Das zeigte zwar Wirkung, aber zufrieden war ich noch nicht. Also stand fest, ich musste mir ein geeignetes Reinigungsmittel besorgen. Meine Wahl fiel schließlich auf die grünen Reinigungspads von VisibleDust, welche ich umgehend orderte.
Erfreulich schnell war die Lieferung im Haus und ich bereitete mich zur „Operation“ vor.

Reinigung_IMG_2866Die Reinigungspads sind einzeln in Tütchen verpackt, damit man sich nicht versehentlich mehr Staub einschleppt, als vorher schon vorhanden war. Aus diesem Grund soll man sie auch nicht mehrmals verwenden, was angesichts des Preises von über 20EUR für 4 dieser Stäbchen nicht leicht fällt.
Ich bereitete also wieder die Kamera über das Menue Sensorreinigung – manuell vor und riss dann eines der Stäbchen auf um es vorsichtig mit der mitgelieferten Reinigungsflüssigkeit zu benetzen. Die Reinigungspads ziehen die Flüssigkeit selbst an, so dass es genügt jeweils die beiden Ecken einzutauchen.


Reinigung_IMG_2869 Reinigung_IMG_2873 Reinigung_IMG_2868

Dann wird das Pad, des genauso breit wie die Schmalseite des Sensors ist in die Kamera eingeführt ohne etwas anderes zu berühren. Am besten gelingt es, wenn man das Stäbchen während des Einführens dreht, so dass es über der Breitseite des Sensors steht und kurz vorher dreht. Nun einmal über den Sensor ziehen, möglichst ohne Absetzen, kippen, so dass die andere Seite aufliegt und wieder zurückziehen, das wars dann auch.
Reinigung_IMG_2874Angst, den Sensor zu beschädigen hatte ich eigentlich nicht, denn ich wische ja nicht direkt über den Sensor, sondern eigentlich über eine Glasplatte direkt auf dem Sensor, dem Tiefpassfilter.

Nach der ersten Testaufnahme war noch ein Fussel zu sehen, deshalb pustete ich mit dem Blasebalg nochmals nach, das wars dann. Ich denke, ich kann mit dem Ergebnis zufrieden sein.

sensortest_IMG_3947

Apr 102014
 

Calvendo – Was ist das? 2012 ging Calvendo als weitere Selfepublishing-Plattform an den Markt. Calvendo verspricht: „Mit CALVENDO können Sie individuelle Wandkalender und Posterbücher mit Ihren eigenen Fotos, Grafiken und Texten nicht nur mit anderen teilen und veröffentlichen, sondern auch über den internationalen Buchhandel verkaufen. Einfach. Online. Profitabel. Jetzt starten!“

Klingt prima dachte ich und eröffnete gleich einen kostenlosen Account, nachdem meine, im Bekanntenkreis verschenkten Kalender immer gerne angenommen wurden.
Der Online-Editor ist leicht zu verstehen und erlaubt es schnell und übersichtlich den eigenen Kalender zusammen zu klicken. Schwieriger wird es dann schon aus meinen, derzeit fast 50000 Fotos geeignete Kandidaten für ein Kalenderthema zu finden. Doch nachdem ich meistens mindestens 10 mal soviele Ideen habe, als ich bestenfalls asuführen könnte, waren mit Hilfe von Lightroom bald erste Kandidaten gefunden. Der erste Kalenderversuch hatte das Thema: Naturlandschaften rund um Augsburg und ich hatte meine 13 besten Bilder ausgesucht und hochgeladen.
Nachdem auch die Tücken der Indexblatterstellung und Verschlagwortung überwunden waren, konnte das Projekt zur Freigabe durch Calvendo abgeschickt werden. Freigabe? Moment, davon stand ja gar nichts auf der Startseite? Aber egal, es schadet sicher nichts, wenn die Profis drüberschauen, ob das so druckbar ist, immerhin soll der Kalender letztendlich im Buchhandel landen und über Online-Händler wie Amazon vertrieben werden.

Einige Tage später kam die Enttäuschung per Mail:
„vielen Dank, dass Sie Ihr Projekt zur Veröffentlichung bei CALVENDO eingereicht haben! Leider hat unsere Jury Ihr Projekt „Naturlandschaften“ nicht zur Veröffentlichung ausgewählt, und leider können Sie es auch nicht noch einmal einreichen. Für den Verkaufserfolg ist es unerlässlich, dass die Bilder eines Projektes thematisch, bildsprachlich und technisch ein durchgängig wirklich professionelles Niveau haben. Dieses Kriterium sehen wir in Ihrem Projekt leider nicht erfüllt.“

Aha, es gibt also eine Jury, der mein Kalender gefallen muss um aufgenommen zu werden und ess wird eine deutliche Linie erwartet, die wohl beim ersten Versuch nicht gefunden wurde. Gut, ich bin ein geduldiger und hartnäckiger Mensch. Nachdem ich zwischenzeitlich für Elan-Fotografie schon einen Kalender online gestellt habe, der seither bei Amazon und in einem eigenen Kalendershop erhältlich ist (und auch schon verkauft wurde) machte ich mich an das zweite Kalenderprojekt. Nach gründlicher Sichtung des Bestandes an Kalendern bei Calvendo entschied ich mich für eine Auswahl der Sardinienbilder mit dem Titel: „Sardinien, Sonne und Meer“
Nachdem ich alle in Frage kommenden Bilder nochmals sorgfältig bearbeitet und hochgeladen hatte, ging es wieder an das Zusammenstellen im Editor. Die Tücken der Verschlagwortung und des Titelbildes waren mir nun schon vertraut, verunsichert war ich nur über die Bildqualität, die das Vorschau – PDF bot. Nachdem aber die Fotos bei mir am Monitor einwandfrei waren, rechnete ich das teilweise sehr pixelige Bild im PDF der Komprimierung zu. Hochgeladen und abgeschickt erwartete ich frohgemut die Mail von Calvendo. Eine einheitliche thematische Linie war mir diesmal gelungen fand ich.
2 Tage später die niederschmetternde Mail:
„Leider hat unsere Jury Ihr Projekt „Sardinien, Sonne und Meer“ nicht zur Veröffentlichung ausgewählt, und leider können Sie es auch nicht noch einmal einreichen. Für den Verkaufserfolg ist es unerlässlich, dass die Bilder eines Projektes qualitativ, bildsprachlich und technisch ein durchgängig wirklich professionelles Niveau haben. Dieses Kriterium sehen wir in Ihrem Projekt leider nicht erfüllt.“
Das war hart: Meine Bilder entsprechen qualitativ, bildsprachlich und technisch nicht proffesionellen Ansprüchen. Ein schwerer Schlag für mein fotografisches Ego, an dem ich immer noch knabbere.

Aller Guten Dinge sind 3 und ich entschloss mich zu einem weiteren Projekt, mit meinem derzeitigen Lieblingsthema, den Tieren. Ungezählte „Gassibilder“ wurden gesichtet, ausgewählt, wieder verworfen, neu bearbeitet um auch farb- und lichttechnisch zusammen zu passen. Schliesslich erstellte ich das Kalenderprojekt: „Heimische Tierwelt in der Siebenbrunner Au“ und reichte es mit schon gemischten Gefühlen ein.

Banges Warten auf die Calvendo-Mail, die schon einen Tag später im Posteingang lag:
„Leider hat unsere Jury Ihr Projekt „Heimische Tierwelt in der Siebenbrunner Au“ nicht zur Veröffentlichung ausgewählt, und leider können Sie es auch nicht noch einmal einreichen. Leider gibt es in der Machart bzw. zum Thema Ihres Projekts schon sehr viele CALVENDO-Produkte, und wir können dazu erst einmal keine weiteren Projekte zur Veröffentlichung annehmen.“

Dass ich kein berühmter Profi-Fotograf bin, weiss ich, doch bildete ich mir bisher ein, zumindesten unter 100 Bildern auch ein annehmbares Werk zu produzieren. Woran mag das also gelegen haben? Weil ich „Privat-Knipser“ bin? Allenfalls lasse ich gelten: „…Leider gibt es in der Machart bzw. zum Thema Ihres Projekts schon sehr viele CALVENDO-Produkte…“ Also neue Ideen? Nun, an Ideen mangelt es mir nicht. Nachdem ich mich durch die verschiedenen Angebote bei Calvendo geklickt hatte, kam mir jedoch noch ein weiterer Verdacht: Sehr viele Autoren waren, oder gaben sich zumindestens dem Namen nach den Anschein- Profi Fotografen.

Um mich nicht weiter zu demotivieren, löschte ich meinen Account bei Calvendo erst einmal und verschob meine „Karriere als Fotokalenderautor“ auf unbestimmte Zeit.

Apr 092014
 

Anfang März haben wir ihn das Erste Mal gesichtet, „unseren“ Biber. Nachdem die Spuren seiner nächtlichen Tätigkeiten schon lange an den Bäumen sichtbar waren, haben wir das erste Mal einen der Urheber zu untypischer Zeit morgens im Bach gesehen. Es scheint sich um ein Jungtier zu handeln, wahrscheinlich der Nachwuchs aus der Biberburg am Biberpfad, der nun das heimatliche Nest verlässt und selbstständig wird.


Gassibilder_IMG_1506 Gassibilder_IMG_1497 Gassibilder_IMG_1468

Ende April war dann die zweite Begegnung, wieder in den frühen Morgenstunden. Ich weiss nicht, was ihn dazu bewegt zu so untypischer Zeit unterwegs zu sein, es scheint ihm jedoch nicht gut zu bekommen. Diesmal erkenne ich in der Vergrößerung eine deutliche Wunde an der Schnautze. Vermutlich wird er das gut überleben, ich bin trotzdem gespannt darauf, ob wir uns wieder gegegnen.

Gassibilder_IMG_3693 Gassibilder_IMG_3710 Gassibilder_IMG_3716